Mitglieder
zeıtung
die
Interview
Wir im Süden…
Die Menschen
HIER
in unserer Region sind
über die Landesgrenzen hinaus bekannt
für ihre Strebsamkeit, Kreativität und be
sonders für ihren Ideenreichtum und die
gekonnte Umsetzung ihrer Innovationen.
Keine Eintagsfliegen, sondern praktische
Dinge, die uns im täglichen Leben beglei-
ten, zeichnen den Erfindergeist vieler un
serer Unternehmen vor Ort aus.
Im Gespräch mit den (geschäftsführen-
den) Gesellschaftern der Wangener
Firma ADOMA GmbH, den Herren
Alfons Steinhauser (AS), Kai Stein-
hauser (KS), und Thomas Steinhauser
(TS), darf unser Firmenkundenbetreuer
Karl Pfender einen Blick hinter die
Kulissen eines Unternehmens werfen,
das typisch ist für „uns hier im Süden“.
Wann wurde Ihr Unternehmen
gegründet?
AS:
1978, also vor mehr als 35 Jahren –
eine lange, und wenn man es aus einem
anderen Blickwinkel betrachtet, doch
kurze Zeit.
Wie und wo ist Ihr Unternehmen
entstanden?
AS:
ADOMA, ein Kunstname aus den
Buchstaben der Unternehmensgründer
ADO
lf,
M
artin und
A
lfons, resultierte aus
dem guten Rat der IHK, doch von der da-
mals vorgestellten Bezeichnung „Kunst
stoffe-Metallwerk Wangen“ Abstand zu
nehmen. Zu klein war man damals mit ins-
gesamt drei Mitarbeitern in deren Augen.
TS:
Gegründet wurde der Betrieb in Nie-
lang zum Glück in den über 36 Jahren
kein Problem. Daneben sind aber seit
dem zweiten Jahr des Bestehens alle Mit
arbeiter am Gewinn beteiligt – damals
schon war es nicht mein Verdienst allein
und deshalb auch die Idee dieser gemein-
samen Beteiligung am Erfolg. Ohne die
Mitarbeiter geht halt mal nichts.
TS:
Die jahrzehntelange Erfolgsbeteiligung
ist auch der Grund, warum bei uns intern
die Kollegen Mitunternehmer oder kurz
MU heißen. Nur, wenn es allen gut geht,
kann man gemeinsam mehr erreichen.
Also auch ein gewisses WIR-Prinzip wie
bei Ihnen.
Haben Sie für Ihre Produkte Preise
oder Auszeichnungen erhalten?
AS:
Ja, diverse: Angefangen mit dem
über 30 Jahre alten „Produkt des Jahres“–
Preis des deutschen Kunststoffverbands
Pro-K mehrfach seit 1993 für die Isolier
kanne BASIC, 1995 für den Eierbecher
APOLLO, über 2003, 2005, 2006 für di-
verse doppelwandige Flaschenkühler mit
Kühlsole-Füllungen bis zuletzt für die
Trinkflasche drinkclean.
KS:
Die drinkclean ist übrigens das mit
bislang sechs Preisen am meisten prä-
mierte Produkt mit dem Home&Trend
Award in Gold der Messe Frankfurt 2012,
dem GOOD DESIGN Award 2012, dem
internationalen Designpreis FOCUS in
Gold des Landes Baden-Württemberg
2012, dem TecPart-Preis des Technischen
Kunststoffverbands 2013 bis hin zum
Promotional Gift Award 2014, dem re-
nommiertesten Preis in der Werbeartikel-
branche im März 2014 auf der Messe
HAPTICA in Köln.
TS:
Stolz sind wir auch auf den, schon
zwei Mal „geholten“, Innovationspreis des
ratzbad, in einer ehemaligen Mineral
wasserfabrik. Neben dem damaligen THW
erfolgte die Maschinenkühlung witziger-
weise mit Quellwasser. Ich selbst durfte
als „Kleiner“ schon voll mit anpacken.
KS:
Wenn einer von uns Jungen Geld
haben wollte, kam übrigens immer die
gleiche Antwort: Arbeit sei genug da –
geschadet hat diese „Ausbildung“ sicher
keinem von uns…
Wo finden wir Ihre Produkte im Alltag?
TS:
Ob an Kaffeemaschinen, Kühlschrän
ken, Haushaltsartikeln, beim Zahnarzt, an
Weidezaungeräten, Käseformen, Sport
flaschen, Mehrweg-Trinkbechern, tech-
nischen Geräten aller Art im medizin-
und elektrotechnischen Bereich aber auch
in Form von Flaschenkühlern in der Gast
ronomie „stolpert“ man häufig aber in
der Regel unbewusst über die Produkte
aus der ADOMA-Welt.
KS:
Interessant ist, dass viele Kunden bei
Besuchen in unserem Werk dann über-
rascht merken, dass sie selbst solche Ar
tikel schon kennen.
Wie sieht Ihr Sortiment aus?
Was stellen Sie her?
KS:
Angefangen von der ingenieur
technischen Beratung über die Konstruk
tion und Entwicklung von Daten, dem
Werkzeugbau, dem Kerngeschäft Spritz
gießen bis hin zur Weiterverarbeitung
durch Ultraschall- oder Heizelement-
Schweißen, Bedrucken mit bis zu 6 Far-
ben in unterschiedlichsten Druckverfah-
ren. Das Portfolio ist, wie Thomas gerade
darstellte, aufgrund der Kundenstruktur
sehr breit gefächert.
Hat die Firma ADOMA ein Leitbild?
Was treibt Sie an?
KS:
Ganz grundsätzlich ist ADOMA als
familieninhabergeführter Betrieb alles an-
dere als nur rein rational ausgelegt. Es
existiert beispielsweise keine direkte Ren
dite-Zielvorgabe. Dies würde die Tech
niker in ihren kreativen Ausschweifungen
zu sehr limitieren, echte Innovationen
wären dadurch per se unterbunden.
AS:
Natürlich muss man Geld verdienen,
um Investitionen stemmen und seinen
Rückzahlungsverpflichtungen korrekt
nachkommen zu können. Da gab es bis-
Innovationen in Kunststoff
FOCUS-Preisverleihung
ADOMA im Gründungsjahr 1978
ADOMA im Industriegebiet Atzenberg 2014