Volksbank Allgäu-West | Mitgliederzeitung 01/14 - page 31

– Formel-A im A-Team aus dem Allgäu –
erreichen zu können.
TS:
Neben einer jederzeit entscheidungs-
fähigen erweiterten Geschäftsleitung mit
unseren Stellvertretern Dr. Sarholz und
Sven Rößel besteht eine belastbare Lei­
tungsstruktur, ergänzt durch den Füh­
rungskreis mit den Bereichsleitern. Anders
wäre das Wachstum der letzten Dekade
gar nicht umzusetzen gewesen.
WelchenBeitrag leistet Ihr Unternehmen
für die Wirtschaft und die Kultur
in Wangen?
KS:
Wirtschaft: Der Einkauf läuft – so­fern
aufgrund des Produkts möglich – immer
regional. Bestes Beispiel ist dabei die
Partnerschaft mit der Volksbank im Finan­
zie­rungsbereich.
AS:
Nur eine der Großbanken – es gab
Jahre, da klopften diese extrem energisch
an – wurde wegen verhältnismäßig großem
Exportanteil und der Zahlungsabwicklung
in den Pool aufgenommen. Im Zuge der
Modernisierung der Abwicklung über-
nahm diese Aufgabe dann wieder ein
hiesiger Partner. So wie die Hausbank
Volksbank hat ADOMA noch zwei regio­
nale Partner, mit denen bereits jahr-
zehntelang erfolgreich gearbeitet wird.
Daneben sind wir ein steter und nachhal-
tiger Steuerzahler in Wangen, das wird
immer allzu schnell als Nebensächlichkeit
abgestempelt. Wir alle wollen hier vor Ort
eine funktionierende Infrastruktur, die
Steuern sind einzig und allein Grundlage
dafür.
TS:
Kultur: Als Sachsponsor bei diversen
Events und Vereinen wird in der Regel
ein Gutteil über den durch die Vereine
erlösten Verkauf in deren Kassen einge-
nommen. Ob die Festspiele Wangen, das
Weinfest, beim Handball oder dem FC
Wangen usw. werden sowohl Kultur als
auch die Vereine, sofern die Vorstellungen
in einem vernünftigen Rahmen liegen, im­-
mer gerne unterstützt.
Was hat sich in Ihrem Unternehmen
geändert seit Ihr Vater den Stab
an Sie übergeben hat?
KS:
Zunächst einmal muss man als Nach­-
folger wirklich wollen. Viele sehen eine
solche „Rolle“ als easy an, man setzt sich
in ein gemachtes Nest und gut ist. Ne­-
ben dem eigentlichen Tagesgeschäft, das
ohnehin anstrengend genug ist, kommt
noch die zwischenmenschliche Kompo­
nente hinzu. Diese Aufgabe bedarf von
ALLEN Beteiligten wie Familie, Kollegen,
Lieferanten und Kundenpartnern erheb-
liches Verständnis und Entgegenkommen.
TS:
Man kann aber behaupten, dass wirk-
lich jeder sein Scherflein dazu beitrug.
Eine wesentliche Komponente war dabei
die Einführung eines sog. Familienrats mit
Moderatorin, Mitgesellschafterin, Ehefrau
und Mutter Jutta Steinhauser – kurz ei­
nem Universalgenie mit entsprechender
Empathie und Sozialkompetenz.
AS:
Selbstverständlich gab es anfangs
immer mal wieder Diskussionen wegen
unterschiedlicher Auffassungen. Da wir
aber in der Geschäftsleitung zu dritt
wa­ren, wurde ausnahmslos demokratisch
entschieden. Wenn es auch als früherer
Einzelentscheider schwer fiel, muss man
zu diesem Procedere stehen, sonst ge­-
fährdet man den ganzen Generationen­
wechsel. Wenn alle in diesem verantwor­
tungsvollen Bewusstsein handeln, dann
stellt sich auf lange Sicht auch das ge­
wünschte Ergebnis ein.
Welche Rolle werden Sie
in Zukunft einnehmen?
AS:
Offiziell stehe ich neben der nach
wie vor gegebenen Gesellschafterrolle
als Berater zur Verfügung. Das bringt
neben der flexiblen Einsatzmöglichkeit
auch noch Anspruch mit sich. Daneben
können wir beide – meine Mitgründerin
und nach über 45 Jahren Immer-Noch-
Ehefrau Jutta – uns seitdem etwas mehr
auf uns konzentrieren. Und eins ist klar:
Nur Golfspielen allein macht auch nicht
glücklich…
Landkreises Ravensburg für Tastatur­
lösungen im Bereich Weiße Ware 2001 /
2002 und zuletzt für eine Mehrkompo­
nentenlösung im Automobilbereich 2009 /
2010 – übrigens auch prämiert auf der
Weltmesse K in Düsseldorf des deutsch­en
Verbandes TecPart. Beide Innovationen
bzw. deren konsequente Weiterentwick­
lung waren Grundlage für den strate­
gischen Ausbau der jeweiligen Geschäfts­
beziehungen mit daraus resultierender
Sicherung vieler Arbeitsplätze sogar im
Wettbewerb gegen Fernost.
Wie fördern Sie den Nachwuchs
in unserer Region?
KS:
ADOMA hat schon immer eine Aus­-
bildungsquote von ca. 8 –12% an der
Gesamtbelegschaft. Durch die Vielschich­
tigkeit in der Anwendung bei uns sind
diese Fachleute nach der Ausbildung ge­-
sucht, die wir selbstverständlich aber
gerne bei uns behalten. Mittlerweile sind
meh­rere Leitungsfunktionen durch „Ei­­gen-
gewächse“ besetzt, sowohl im techni-
sch­en als auch imkaufmännischen Be­reich –
und das ist gut so.
TS:
Jeder Auszubildende wird bei uns
übernommen. Daneben lobt ADOMA seit
2009 über die Friedrich-Schiedel-Schule
den ADOMA-Technikpreis für besondere
schulische Leistungen am TG aus. Spon­
soring in Form der für Endkonsumenten
interessanten Produkte wie die Fußball-
Trinkflasche runden das Engagement für
z.B. Nachwuchs in den Vereinen ab.
Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei Ihnen
und was ist Ihnen besonders wichtig
im Umgang mit Ihren Mitarbeitern?
KS:
Mittlerweile besteht ADOMA aus
mehr als 100 MU. Zunächst einmal war
wichtig, mit dem Generationenwechsel
von der One-Man-Show wegzukommen.
Nicht, dass die nicht funktioniert hätte.
Alles zu seiner Zeit, muss man irgend-
wann erkennen, was evtl. besser passt.
Jedenfalls war das ein langanhaltender
und für alle Beteiligten teils anstrengender
Prozess. Das in der Geschäftsführung seit
2005 erarbeitete Formel-A-Konzept ba­-
sier­te dabei auf dem Menschen im Mit­
telpunkt. Jeder verbringt so viel Zeit bei
der Arbeit, dass die Stimmung passen
muss, um gemeinsam Spitzenleistungen
Karl Pfender
Firmenkundenbetreuer Wangen
Telefon 07522 985-135
Das ADOMA-Kreativteam
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