– Formel-A im A-Team aus dem Allgäu –
erreichen zu können.
TS:
Neben einer jederzeit entscheidungs-
fähigen erweiterten Geschäftsleitung mit
unseren Stellvertretern Dr. Sarholz und
Sven Rößel besteht eine belastbare Lei
tungsstruktur, ergänzt durch den Füh
rungskreis mit den Bereichsleitern. Anders
wäre das Wachstum der letzten Dekade
gar nicht umzusetzen gewesen.
WelchenBeitrag leistet Ihr Unternehmen
für die Wirtschaft und die Kultur
in Wangen?
KS:
Wirtschaft: Der Einkauf läuft – sofern
aufgrund des Produkts möglich – immer
regional. Bestes Beispiel ist dabei die
Partnerschaft mit der Volksbank im Finan
zierungsbereich.
AS:
Nur eine der Großbanken – es gab
Jahre, da klopften diese extrem energisch
an – wurde wegen verhältnismäßig großem
Exportanteil und der Zahlungsabwicklung
in den Pool aufgenommen. Im Zuge der
Modernisierung der Abwicklung über-
nahm diese Aufgabe dann wieder ein
hiesiger Partner. So wie die Hausbank
Volksbank hat ADOMA noch zwei regio
nale Partner, mit denen bereits jahr-
zehntelang erfolgreich gearbeitet wird.
Daneben sind wir ein steter und nachhal-
tiger Steuerzahler in Wangen, das wird
immer allzu schnell als Nebensächlichkeit
abgestempelt. Wir alle wollen hier vor Ort
eine funktionierende Infrastruktur, die
Steuern sind einzig und allein Grundlage
dafür.
TS:
Kultur: Als Sachsponsor bei diversen
Events und Vereinen wird in der Regel
ein Gutteil über den durch die Vereine
erlösten Verkauf in deren Kassen einge-
nommen. Ob die Festspiele Wangen, das
Weinfest, beim Handball oder dem FC
Wangen usw. werden sowohl Kultur als
auch die Vereine, sofern die Vorstellungen
in einem vernünftigen Rahmen liegen, im-
mer gerne unterstützt.
Was hat sich in Ihrem Unternehmen
geändert seit Ihr Vater den Stab
an Sie übergeben hat?
KS:
Zunächst einmal muss man als Nach-
folger wirklich wollen. Viele sehen eine
solche „Rolle“ als easy an, man setzt sich
in ein gemachtes Nest und gut ist. Ne-
ben dem eigentlichen Tagesgeschäft, das
ohnehin anstrengend genug ist, kommt
noch die zwischenmenschliche Kompo
nente hinzu. Diese Aufgabe bedarf von
ALLEN Beteiligten wie Familie, Kollegen,
Lieferanten und Kundenpartnern erheb-
liches Verständnis und Entgegenkommen.
TS:
Man kann aber behaupten, dass wirk-
lich jeder sein Scherflein dazu beitrug.
Eine wesentliche Komponente war dabei
die Einführung eines sog. Familienrats mit
Moderatorin, Mitgesellschafterin, Ehefrau
und Mutter Jutta Steinhauser – kurz ei
nem Universalgenie mit entsprechender
Empathie und Sozialkompetenz.
AS:
Selbstverständlich gab es anfangs
immer mal wieder Diskussionen wegen
unterschiedlicher Auffassungen. Da wir
aber in der Geschäftsleitung zu dritt
waren, wurde ausnahmslos demokratisch
entschieden. Wenn es auch als früherer
Einzelentscheider schwer fiel, muss man
zu diesem Procedere stehen, sonst ge-
fährdet man den ganzen Generationen
wechsel. Wenn alle in diesem verantwor
tungsvollen Bewusstsein handeln, dann
stellt sich auf lange Sicht auch das ge
wünschte Ergebnis ein.
Welche Rolle werden Sie
in Zukunft einnehmen?
AS:
Offiziell stehe ich neben der nach
wie vor gegebenen Gesellschafterrolle
als Berater zur Verfügung. Das bringt
neben der flexiblen Einsatzmöglichkeit
auch noch Anspruch mit sich. Daneben
können wir beide – meine Mitgründerin
und nach über 45 Jahren Immer-Noch-
Ehefrau Jutta – uns seitdem etwas mehr
auf uns konzentrieren. Und eins ist klar:
Nur Golfspielen allein macht auch nicht
glücklich…
Landkreises Ravensburg für Tastatur
lösungen im Bereich Weiße Ware 2001 /
2002 und zuletzt für eine Mehrkompo
nentenlösung im Automobilbereich 2009 /
2010 – übrigens auch prämiert auf der
Weltmesse K in Düsseldorf des deutschen
Verbandes TecPart. Beide Innovationen
bzw. deren konsequente Weiterentwick
lung waren Grundlage für den strate
gischen Ausbau der jeweiligen Geschäfts
beziehungen mit daraus resultierender
Sicherung vieler Arbeitsplätze sogar im
Wettbewerb gegen Fernost.
Wie fördern Sie den Nachwuchs
in unserer Region?
KS:
ADOMA hat schon immer eine Aus-
bildungsquote von ca. 8 –12% an der
Gesamtbelegschaft. Durch die Vielschich
tigkeit in der Anwendung bei uns sind
diese Fachleute nach der Ausbildung ge-
sucht, die wir selbstverständlich aber
gerne bei uns behalten. Mittlerweile sind
mehrere Leitungsfunktionen durch „Eigen-
gewächse“ besetzt, sowohl im techni-
schen als auch imkaufmännischen Bereich –
und das ist gut so.
TS:
Jeder Auszubildende wird bei uns
übernommen. Daneben lobt ADOMA seit
2009 über die Friedrich-Schiedel-Schule
den ADOMA-Technikpreis für besondere
schulische Leistungen am TG aus. Spon
soring in Form der für Endkonsumenten
interessanten Produkte wie die Fußball-
Trinkflasche runden das Engagement für
z.B. Nachwuchs in den Vereinen ab.
Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei Ihnen
und was ist Ihnen besonders wichtig
im Umgang mit Ihren Mitarbeitern?
KS:
Mittlerweile besteht ADOMA aus
mehr als 100 MU. Zunächst einmal war
wichtig, mit dem Generationenwechsel
von der One-Man-Show wegzukommen.
Nicht, dass die nicht funktioniert hätte.
Alles zu seiner Zeit, muss man irgend-
wann erkennen, was evtl. besser passt.
Jedenfalls war das ein langanhaltender
und für alle Beteiligten teils anstrengender
Prozess. Das in der Geschäftsführung seit
2005 erarbeitete Formel-A-Konzept ba-
sierte dabei auf dem Menschen im Mit
telpunkt. Jeder verbringt so viel Zeit bei
der Arbeit, dass die Stimmung passen
muss, um gemeinsam Spitzenleistungen
Karl Pfender
Firmenkundenbetreuer Wangen
Telefon 07522 985-135
Das ADOMA-Kreativteam